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In Gesundheit investieren: Tipps zum Wechsel in die private Kasse

Köln, 16. Februar 2011 – Seit Jahresanfang müssen gesetzlich Versicherte tiefer in die Tasche greifen: Der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wurde von 14,9 auf 15,5 Prozent erhöht. Wer 2.500 Euro im Monat brutto verdient, zahlt nun jährlich rund 90 Euro mehr an seine Kasse. Gleichzeitig hat der Gesetzgeber den Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) leichter gemacht: Ab 2011 genügt es wieder, ein Jahr über der Versicherungspflichtgrenze zu verdienen, um sich privat gegen Krankheiten abzusichern. Vorher galt eine Dreijahresfrist. Der Weg in die PKV ist daher für Angestellte jetzt frei, wenn sie 2010 mehr als 49.950 Euro brutto verdient haben. In diesem Jahr sinkt die Versicherungspflichtgrenze sogar ein wenig auf 49.500 Euro. Für wen sich der Einstieg in die private Kasse lohnt und was gesetzlich Versicherte beachten sollten, erklärt Guido Heitz, Direktor Produktmanagement, OVB Vermögensberatung AG in Köln.

Tipp 1: Berufsstarter profitieren von attraktiven Angeboten

Gerade für vergleichsweise gut verdienende Berufsanfänger ist der Wechsel in die PKV attraktiv, weil sie viel Geld sparen können im Vergleich zur GKV. „Berufseinsteiger, die sich zum Wechsel in die PKV entschlossen haben, sollten stets die Beitragsentwicklung der jeweiligen Kasse in den vergangenen fünf bis zehn Jahren sowie deren Finanzstärke sorgfältig prüfen, bevor sie eine Police abschließen“, rät OVB-Experte Heitz.

Tipp 2: Leistungen sorgfältig vergleichen

Wer die Wahl hat, hat die Qual – das gilt auch für die Wahl der PKV. „Interessierte sollten ihre Kasse daher nach dem Leistungsangebot auswählen und individuell klären, welche Bausteine ihnen wichtig sind“, so Guido Heitz. Für den einen hat die Kostenübernahme von Zahnersatz oder Sehhilfen Priorität, der andere bevorzugt zuzahlungsbefreite Medikamente oder Heilpraktiker-Leistungen. „Junge Menschen sollten außerdem nicht zu wenige Leistungen in ihr PKV-Paket aufnehmen. Auch Tarife mit einer Option auf eine spätere Höherversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung sind sinnvoll für diese Kunden.“

Tipp 3: Langfristige familiäre Pläne klären

Die Wahl zwischen der privaten und der gesetzlichen Kasse ist eine Entscheidung fürs Leben – ein Zurück in die GKV ist für privat Versicherte nur schwer möglich. Daher sollten vor Versicherungsabschluss die Lebenspläne geklärt werden: Entscheide ich mich für eine Zukunft mit Kindern oder ohne? Während nicht verdienende Ehepartner und Kinder in der GKV beitragsfrei mitversichert sind, muss in der PKV jede Person einzeln versichert werden. „Wenn der besser verdienende Elternteil in die PKV wechselt und der andere in der GKV bleibt, müssen die Kinder ebenfalls privat versichert werden“, erläutert Guido Heitz. „Wer sich eine große Familie wünscht und die Vorteile der PKV nutzen möchte, ist oft besser mit privaten Zusatzversicherungen statt einer privaten Krankenvollversicherung beraten.“

Tipp 4: Frühzeitig für das Rentenalter vorsorgen

Vor allem in jungen Jahren lohnt sich der Einstieg in die PKV, da die Prämienhöhe maßgeblich vom Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers abhängt. Jüngere und gesunde Versicherte profitieren von günstigen Tarifen, während ältere und insbesondere gesundheitlich vorbelastete Versicherungsnehmer höhere Beiträge entrichten müssen. „Wichtig ist es daher, als junger Mensch die gesparten Beiträge klug und langfristig anzulegen, um mit dem so erreichten Vermögen die gesundheitsbedingten Mehrkosten im Alter zu decken“, rät der OVB-Experte. „So wird die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung auch im Alter einfacher.“

Die PKV bietet Einsteigern vielfältige Vorteile. Eine sorgfältige Prüfung der beruflichen und privaten Pläne vor dem Wechsel ist aber in jedem Fall sehr sinnvoll. „Wer sich für den Wechsel in die PKV entschieden hat, sollte die Leistungsprofile und Preise unterschiedlicher Anbieter genau vergleichen“, sagt Guido Heitz. „Nur so sichert man sich eine optimale Gesundheitsvorsorge, die den eigenen Bedürfnissen entspricht.“

  

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